Filmfinanzierung – vom Abschlussfilm bis zum Kassenknüller

Wer selbst einen Film produzieren möchte, der braucht nicht nur eine zündende Idee, tolle Schauspieler und interessante Kulissen. Denn ohne Moos nichts los: Die Beschaffung von Kapital zur Herstellung eines Films ist unter Umständen noch verzwickter als das Entwickeln des Drehbuchs oder die eigentlichen Dreharbeiten. Meist werden ohnehin nur Filme gedreht, die von finanzkräftigen Produzenten in Auftrag gegeben werden. Oder man hofft auf eine Filmförderung der zahlreichen Organisationen, Stiftungen und Filmfonds. Dafür muss das Projekt aber extrem überzeugend sein und gewisse Kriterien einhalten. Wer etwa Geld vom Deutschen Filmförderfonds erhalten möchte, der muss gewisse kulturelle Kriterien erfüllen. Doch nur wenige wissen, dass es viele andere Möglichkeiten zur Finanzierung von kleineren Filmprojekten gibt.
Eine nur sehr selten in Betracht gezogene Alternative ist eine kurz- bis mittelfristige Geldanlage bei Kreditinstituten. Diese Anlage von Festgeldern erfolgt auf einen vorher von Bank und Kunde genau festgelegten Zeitraum. Die Gutschrift der Zinsen erfolgt natürlich am Fälligkeitstag der Geldanlage. Wird der Vertrag verlängert, vermehrt sich das gesparte Geld durch den Zinseszins. Besonders im Vorfeld des Filmdrehs lohnt sich diese Geldanlage also: Da der Zeitraum der Anlage genau festgelegt wird und auch sehr kurz sein darf, kann mit dem Geld bei Start des Drehs sicher gerechnet werden und gleichzeitig der Zeitraum davor gewinnbringend überbrückt werden.
Natürlich sollten sie als angehender Regisseur oder Produzent nun nicht sofort zum nächst besten Kreditinstitut rennen: Wichtig ist ein Vergleich der Festgeldzinssätze, denn nur so arbeitet diese Kapitalanlage wirklich effektiv für das eigene Vermögen. Oft kann man das ganz bequem in Internet machen oder man nimmt ein paar Beratungsgespräche verschiedener Banken direkt vor Ort in Anspruch.
In US-Amerika ist die Eigenproduktion und -Finanzierung von Filmen übrigens erheblich normaler als hierzulande. Das ist aber auch nur möglich, weil die großen US-amerikanischen Filmgesellschaften ein weit verstreutes und gut entwickeltes Vermarktungs- und Vertriebssystem haben und sehr hohe Werbebudgets ausgeben können.
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